Category: Europa

Chocolata con Porras

Diesmal hat es mich nach Madrid verschlagen. Es ist Ende Februar und auch hier hat der Frühling noch nicht so richtig Einzug gehalten. Es ist morgens noch kanpp über null Grad, aber am Tag ist es manchmal schon recht sonnig und man sieht die ersten Menschen die Sonne in Strassencafes geniessen. Eines der besten Dinge hier ist ein typisch spanisches Frühstück. Die „Chocolate con Churros“. Es gibt die „Churrerías“ praktisch an jeder Strassenecke. Dort erhält man eine dickflüssige, heisse Schokolade mit Churros oder den etwas dickeren Porras. Viele Leute stoppen hier auf dem Weg zur Arbeit. Das ganze kostet zwischen 2 und 3 Euro.
Für den etwas feineren Genuss gibt es in der Stadt auch noch „Chocolaterías“. Die bekannteste ist wohl die „Chocolatería San Ginés“. Hier gibt es diese Spezialität in verschiedenen Versionen und Varianten. Zum Beispiel auch mit Kaffee statt Schokolade.

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Bin schon wieder zu Hause. Es gab noch ein tolles Erlebnis auf dem Münchner Flughafen: Ich wollte nun endlich mal meinem Schwager den Gefallen tun und den, wiederholt angefragten, Wodka mit Geschmack aus dem Duty Free mitbringen. In Kiew gab’s das Zeug dann auch endlich mal. Also ordnungsgemäß den erlaubten Liter erworben. Wurde an der Kasse samt der Zigaretten für einen anderen Bedürftigen in einer Plastetüte eingeschweißt. Alles bestens also? Denkste! Da haben wir aber nicht mit den bayerischen Sicherheitskontrollen am Flughafen in München gerechnet. Ich komme dort an, werde mit dem Bus einmal um den Flughafen gefahren, gehe durch eine Tür und einmal um die Ecke und dort ist dann die nächste Sicherheitskontrolle (noch vor Zoll oder Grenze), weil ich unmittelbar nach dem Flug weiterfliegen will. Die meinten ich dürfe die Flasche nicht mitnehmen. Ich frage: Wieso? Die habe ich im Duty Free in Kiew, innerhalb des Sicherheitsbereiches gekauft. Ordnungsgemäß verschweißt. Was soll also das Problem sein? Wird ja nun nicht auf den paar Metern auf dem Münchner Flughafen ’ne Bombe draus geworden sein. Da war der Herr Kontrolleur aber ganz anderer Ansicht. Ich solle die Flasche entweder am Check in abgeben oder wegwerfen. Ich sagte, der letzte Check in Schalter am Weg sei in Kiew gewesen und ob ich jetzt dahin zurückfliegen solle. Er zuckte mit den Schultern. Auch der Hinweis, dass ein zollfreier Einkauf immer hinter dem Check in liege, führte zu keiner anderen Antwort. Frage: Wegwerfen oder Einchecken, meine Antwort: Mitnehmen. Dann dürfe ich hier nicht durch. Das wäre nur möglich, wenn ich die Pulle in Europa gekauft hätte. Nun ist aber das Problem, dass ich innerhalb Europas gar nicht zollfrei Einkaufen kann. Ich hätte dann auch die Flasche gar nicht dabei. Aber das interessiere ihn nicht, mit der Flasche könne ich hier nicht durch, denn die sei schließlich außerhalb Europas gekauft und somit potentiell gefährlich. Auch das andere Passagiere fragten, was denn mit der eingeschweißten Flasche zwischen Kiew und dieser Sicherheitskontrolle hätte passieren sollen, interessierte den Herren wenig. Ich hätte ja noch eine Weile diskutiert. Mir war gerade danach. Es sprachen aber zwei Dinge dagegen: 1. war ich schon ziemlich spät dran, die Zeit zum umsteigen war so schon sehr knapp und 2., was noch viel wichtiger war, ich war in Bayern! Da gehen die Uhren nun mal anders und wenn man den Sicherheitsauffassungen eines Herrn Beckmann nicht folgen mag landet man auch schnell mal, sicherheitshalber und als Vorbeugemaßnahme, für ein paar Tage im Bau. Bei dem schönen Wetter und in Anbetracht des bevorstehenden Wochenendes hatte ich darauf gar keinen Bock. Als habe ich den Herrschaften dann letztlich viel Spass mit der Pulle gewünscht und bin ohne weiter.
Hab mich inzwischen wieder beruhigt. Mein Schwager wird wohl noch länger auf den Stoff verzichten müssen. Aber die Leser müssen nicht so lange verzichten (geile Überleitung, oder?). Am Donnerstag geht’s schon wieder los. Sozusagen Himmelflug zu Himmelfahrt 😉 .

Ich hätts mir ja ganz gerne in echt angesehen (oder live). War aber nix. Bin ja noch hinter meinem Koffer hergejagt. Außerdem fehlte mir ja noch die Kamera. Als ich dann endlich alles beisammen hatte, bin ich noch mal losgezogen. Die offiziellen Festivitäten waren natürlich schon beendet. Aber der grosse Boulevard der zum Platz der Unabhängigkeit führt war gesperrt und voller Menschen. Es war noch was wie ein Volksfest im Gange. Davon habe ich ein paar Bilder.
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So sehen „echte Sieger“ aus:
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Und hier noch ein kleines Rätsel: Wer findet heraus, welcher Name das ist:
Rätsel

Kein Text!

Tja, nun ist schon Mittwoch Mittag vorbei, aber mein Gepäck ist noch immer nicht eingetroffen. Dabei ist irgendwie komplett unverständlich wieso. Hier die ganze Geschichte:
Nachdem am Montag mein Gepäck nicht mit meinem Flug ankam, hatte ich am Flughafen eine Verlustmeldung abgegeben. Man sagte mir, das Gepäck komme mit dem nächsten Flug und würde dann am Dienstag ausgeliefert. Na gut, damit kann man leben. Kein Grund sich aufzuregen.
Am Dienstag Nachmittag komme ich ins Hotel und frage nach dem Gepäck. Nichts da. Naja, halt mal die Servicenummer anrufen und fragen, wo es bleibt. Die Antwort: Das Gepäck sei noch in München und man wisse nicht, wann es hier ankomme. Ich fragte, ob sich das herausfinden lässt, die Antwort: Nein! Ob man sicherstellen könne, dass es mit dem nächsten Flug kommt: Nein! Irgendwie nicht die Antwort, die einen glücklich macht. Irgendwie kann ich nicht verstehen, wieso man aus einem Lufthansa Büro nicht in einem anderen Anrufen kann. Ich versuche es zunächst über die online-Gepäck-Ermittlung im Internet. Das erweißt sich aber auch als wenig brauchbar. Was ich dort erfahre: Wie mein Gepäck aussieht, wie viel es wiegt aber keine Information darüber wo es sich aufhält. Na gut, ich rufe selbst in München an. Keine 5 Minuten und ich weis, dass das Gepäck seit Montag Abend 23.15 Uhr auf dem Kiever Flughafen steht.Ich rufe als wieder den „Kunden-Service“ der Lufthansa in Kiev an. Ich teile ihnen mit, dass ich inzwischen ihre Arbeit soweit erledigt hätte, das Gepäck stehe auf dem Flughafen und wollte wissen, wann es denn ausgeliefert wird. Die Antwort: keine Ahnung! Ich solle doch das Flughafenbüro anrufen. Ich rief dort an. Wieder nur jemand dran, der von nichts eine Ahnung hat. Ich solle doch in 15 Minuten noch mal anrufen. 15 Minuten später: keiner geht ran. Ich versuche es noch ein paar mal. Keine Antwort. Ich rufe wieder beim „Kunden-Service“ an. Wieder die Frage: Wann wird man mein Gepäck vom Flughafen zum Hotel bringen? Wieder die Antwort: Keine Ahnung, ich solle doch das Flughafenbüro anrufen. Ich sagte, dass ich das bereits seit geraumer Zeit versuche, dort ginge aber niemand ans Telefon. Die Antwort: Ja klar, ist ja auch geschlossen. Ich fragte, wann man da jemand erreichen könne: Ab 22.00 Uhr bis Mitternacht, wenn der letzte Flug aus München ankommt. Ich frage, ob man denen nicht eine Nachricht zukommen lassen könne, damit mein Gepäck wenigstens am nächsten Morgen ausgeliefert wird. Die Antwort, logisch: Nein! Ich frage, welchen Service denn der „Kunden-Service“ Offeriere, wenn der Kunde denn alles selber machen muss. Keine Antwort.
Ich versuche es wieder zwischen 22.00 Uhr und Mitternacht. Keiner geht ans Telefon. Ab Mitternacht ist für ca. 30 Minuten dauer besetzt. Ich denke, wenn jemand telefoniert muss wohl auch jemand da sein. Ich versuche es immer und immer wieder. Nach dem nicht mehr besetzt ist, geht aber auch keiner ran. Irgendwie hat da jemand keine Lust, belästigt zu werden.
Mittwoch morgen, 8.00 Uhr: Zunächst versuch am Flughafen. Nichts. Wieder der „Kunden-Service“. Nach Service frage ich schon gar nicht mehr. Wann denn das Flughafen Büro besetzt sei: Ab 11.30 Uhr!!!! Super, noch ein halber Tag. Im Gepäck sind Teile, die ich für meine Arbeit nun so langsam mal brauche. Außerdem mein Werkzeug und so weiter. Darf ich ja im Handgepäck nicht transportieren, fürs Mobiltelefon geht mir langsam der Strom aus und das Ladegerät ist wo? Genau! Ob man da nicht irgendwas beschleunigen könne mit der Gepäckauslieferung? Eine rein rhetorische Frage. Die Antwort ist längst bekannt. Ich rufe also um 11.30 Uhr im Flughafen an. Hurra!!!! Es geht jemand ran! Aber er sei nicht zuständig und ich solle in 20 Minuten noch mal anrufen. Ich hinterlasse meinen Namen und Telefonnummer mit der Bitte, man solle mich doch bitte anrufen. Nach 30 Minuten nix. Ich rufe wieder an. Jetzt ist endlich jemand dran, der zumindest so tut, als sei er zuständig. Man schaut in den Computer, das Gepäck sei in München. Ich erkläre die ganze Geschichte zum, ich weiß nicht wie vielten Male. Man werde das überprüfen und wenn alles richtig sei, würde man das Gepäck vielleicht heute Abend ausliefern. So zwischen 18.00 Uhr und 20.00 Uhr. Ich glaub so langsam, dass ich träume. Und meine Geduld ist nun auch am Ende. Ich werde ziemlich ärgerlich am Telefon. Ich könne ja in einer Stunde noch mal anrufen, ob man mein Gepäck denn nun gefunden habe. Ich sagte, dass ich damit nicht einverstanden sei. Ich erwarte das Gepäck in spätestens einer Stunde im Hotel. Durch verschulden der Mitarbeiter steht es nun bereits 1,5 Tage auf dem Flughafen herum und ich bin nicht bereit, noch länger zu warten. Irgendwie könne man ja wohl erwarten, dass sich die Lufthansa bemüht, ihren Fehler wieder gut zu machen. Man habe aber vor 17.00 Uhr keinen Fahrer. Es würde nur Morgens und Abends ausgeliefert. Wieso denn dann am Vortag nicht ausgeliefert wurde? Dafür sei die Mitarbeiterin nicht verantwortlich. Hier scheint irgendwie niemand für irgend etwas verantwortlich zu sein. Nach einiger Diskussion bringe ich sie zumindest so weit, dass sie bereit ist mich zu benachrichtigen, wenn das Gepäck gefunden ist. ca. 15 Minuten später klingelt das Telefon und ich erhalte die Mitteilung, das der Fahrer schon warte und das Gepäck spätestens in einer Stunde im Hotel sei. Na bitte, geht doch!
Was mich hier aufregt, ist nicht, dass das Gepäck nicht im Flieger war. Das kann vorkommen. War nicht das erste mal und sicher auch nicht das letzte mal. Kein Problem. Ein Problem ist aber, wenn dann das ganze offensichtlich verschlampt wird, sich keiner zuständig fühlt, der „Kunden Service“ keinerlei Service bietet und die ganze Organisation hier vor Ort offensichtlich völlig unorganisiert ist.
PS: Die Stunde ist um und kein Gepäck zu sehen!

Bin heute in Kiew angekommen. Zumindest teilweise. Mein Gepäck ist nämlich noch unterwegs. Neuer Rekord! Zwei mal nacheinander. Letzte Woche ist es auf dem Rückflug von Abidjan irgendwo in Paris versackt. Kein Wunder bei dem Flughafen. Paris Charles de Gaulle ist die grösste Katastrophe die ich bisher kennengelernt habe. Aber das ist eine andere Geschichte. Wenn ich mich davon erhohlt habe, gibt’s vielleicht noch einen Nachschlag zu Afrika. Womöglich muss ich sowieso nächste Woche da noch mal hin 😉 Hat wieder jemand die Hälfte vergessen. Aber auch das ist eine andere Geschichte.
Jedenfalls habe ich jetzt das erste mal das Erlebnis, dass das Gepäck bereits auf dem Hinflug verschütt geht. Bisher ist das immer nur auf dem Rückweg passiert. Das ist eigentlich ganz nett. Man brauchts nicht wirklich gleich und wenn sich dann jemand anders die 3 Treppen mit dem Koffer rauf quält hat das auch was für sich. Wenn allerdings bei der Ankunft im Ausland das Gepäck ausbleibt, kann das schon etwas unangenehm werden. Naja, soll noch heute Abend oder morgen im laufe des Tages eintreffen. Ist also noch erträglich. Zahnbürste und Zahncreme waren günstig im Universalny Magasin gegenüber dem Hotel zu erstehen. Hotel ist ganz ok. Liegt zentral direkt am Pl. Pobedy (Platz des Sieges, für die Wessis und die vergesslichen Ossis 😉 ). Zwar recht kleine Zimmer (insofern gut das der Koffer noch nicht da ist, sonst wäre das Zimmer voll ). Aber das Preis/Leistungsverhältnis ist hier einigermaßen gewahrt.
Apropos Platz des Sieges: Hatte ja so ein bisschen gehofft gleich wieder in den Genuss eines Feiertages zu kommen. Irgendwie sollten sie ja auch hier den „Den Pobjedy“, den Tag des Sieges feiern. Zumindest für morgen (8. Mai) deutet sich erst mal nix an. Ich werde um 9 zum arbeiten abgeholt. Aber wenn ich mich recht erinnere, wurde in der Sowjetunion der Tag des Sieges immer am 9. Mai gefeiert. Bleibt also noch Hoffnung für Übermorgen.
Fotos gibts übrigens noch nicht, die Kamera ist diesmal aus unerfindlichen Gründen im Koffer gelandet.

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