Lake Nakuru

26 Nov
Einfach mal hängen lassen

Einfach mal hängen lassen

Ist zwar jetzt schon ein paar Tage her, aber ich habe mit einem meiner Kollegen einen Ausflug zum Lake Nakuru National Park gemacht. Der Plan war am Morgen nach Nakuru (die gleichnamige Stadt an dem See) zu fahren, such den See anzuschauen. Auf dem Rückweg dann noch den Naivasha See zu sehen. Daraus wurde dann allerdings nichts. Der Nakuru See hat uns zu lange beschäftigt. Wir sind also früh am Morgen los. Naja, also so gegen 9. Ca. 11 Uhr kamen wir am Eingang des Nationalparks an. Irgendwie war gerade „Rush Hour“. Eine ziemliche Schlange an der Kasse. Das ganze war nicht wirklich billig. 60$ pro weisser Nase. Für Einheimische waren ca. 6$ fällig.

Ein Vogel

Ein Vogel

Das ganze hat sich aber gelohnt. Wir haben zwar nicht die perfekte Jahreszeit erwischt. Es soll, Jahreszeit abhängig, bis zu mehrere Millionen Flamingos hier geben. So viele waren es dann doch nicht. Gelohnt hat es sich aber trotzdem. Unmengen an Vögeln (Flamingos, Pelikane, Adler, Marabus und jede Menge mir unbekannte), Zebras, Gnus, Büffel und unzählige Affen gab es zu sehen. Das Gelände war recht gut erschlossen. Die Strassen waren auch mit einem normalen Auto gut befahrbar.   Was wir etwas schlecht geplant hatten war die Verpflegung. Innerhalb der Parks gab es nichts. Nicht mal irgendwo Getränke zu kaufen. Und wir waren den ganzen Tag im Park unterwegs. An bestimmten Plätzen konnte man auch das Auto verlassen und zu Fuss herumlaufen. Zum Beispiel am Wasserfall am anderen Ende des Sees oder am Pavian Cliff (Foto oben). Jedenfalls waren wir fast bis zum Einbruch der Dunkelheit im Park unterwegs. Dann noch Hunger und Durst im Restaurant am Parkeingang gestillt. Während dessen hat eine Affenbande unser Auto besetzt. Mit lautem Geschrei und mit Hilfe eines Knüppels haben wir es zurückerobert. Wir waren auch etwas intelligenter als ein paar Chinesen am Morgen. Die hatten ihr Auto mit offenem Dach stehen gelassen, was sie die Tagesverpflegung kostete. Wir hatten es ordentlich abgeschlossen, so das die Affen es nur „besetzen“ konnten.

Die Heimweg war dann noch etwas abenteuerlich. Die Strasse von Nakuru nach Nairobi ist zwar nicht schlecht, aber jetzt kamen doch mehrere Umstände zusammen. Die Strassen sind, selbst in den Städten, selten beleuchtet. Es gibt keinerlei Strassenmarkierungen. Keine Begrenzung, kein Mittelstreifen. Die Autos sind oft schlecht beleuchtet. Auch an unserem funktionierte das Licht eher etwas eingeschränkt. Bei aufgeblendeten Scheinwerfern konnte man ca. 30 Meter weit sehen. Dann noch die hier übliche Fahrweise.  Jemanden an unübersichtlichen Stellen zu überhohlen scheint so eine Art Sportart zu sein. Dann bei „überraschend“ entgegenkommendem Verkehr einfach zurück in die Fahrspur drängeln. Wo der andere bleibt ist egal. Besonders schlimm sind die Busse und die Matatus. Das sind Kleinbusse, die üblicherweise für 14 Personen zugelassen sind (wo bei uns max. 8 sitzen dürften). Diese sind aber oft mit bis zu 20 Personen besetzt und die Fahrer dieser Dinger scheinen jeden Morgen aus der Irrenanstalt freigelassen zu werden. Als Krönung des ganzen findet dieser ganze Wahnsinn dann auch noch auf der falschen Strassenseite statt. Die zwei Stunden Fahrt von Nakuru nach Nairobi werde ich jedenfalls so schnell nicht vergessen. Ich war heil froh als ich das Auto endlich in der Hotelgarage abstellen konnte.

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