Stay Cool

Cool bleiben

Schon merkwürdig für einen Europäer, dass die Sonne Mittags im Norden steht. Aber wenn man nicht extra drauf achtet, merkt man es gar nicht. Habe jetzt die erste Woche in Melbourne hinter mir. „Leider“ war die meiste Zeit Arbeit. Die Tage gingen von Morgens um 9 bis zum nächsten Morgens um 1 oder 2, und das ist hier genauso anstrengend wie in Berlin. Am Samstag und Sonntag hatte ich dann aber doch ein wenig Zeit, mir die Stadt anzuschauen.

Appartement und Büro liegen mitten im „Central Business District“, also sozusagen im Zentrum. Eine recht interessante Gegend in der alte Gebäude direkt neben Wolkenkratzern stehen.

Restaurant

Restaurant Tram

Die Stadt wirkt durchaus Europäisch. Neben der Architektur der älteren Gebäude fällt die Ordnung auf den Strassen auf und dass, im Gegensatz zu den Asiatischen Inseln im Norden, der Verkehr nicht von Toyotas und Nissans sondern von VWs, BMWs und Mercedes bestimmt wird. Man muss halt nur aufpassen, weil die alle auf der falschen Seite fahren. Die Stadt hat ein sehr gutes öffentliches Nahverkehrssystem. Es gibt ein S-Bahn ähnliches System dass die Vororte anbindet und in der Stadt ein sehr gutes Bus und Strassenbahn System. Es fällt aus, dass man sich um seine Kunden und insbesondere um Touristen kümmert. Der Gegensatz zur Berliner BVG ist recht deutlich. Es gibt eine kostenlose Touristen Buslinie zu allen interessanten Punkten in der Stadt und auch eine kostenlose Strassenbahn Ringlinie für Touristen die das Stadtzentrum umrundet. Man kann überall ein- und aussteigen, es gibt Erklärungen zu den Sehenswürdigkeiten und den Stationen. Aber nicht, wie in Berlin, vom Band. In jedem dieser Busse und Bahnen ist Personal, das alles erklärt und das man auch um Rat fragen kann. Das funktioniert auch in den normalen Bussen und Bahnen. Normalerweise wird bei jeder Station angesagt, wie sie heisst, welche Verbindungen es von dort gibt, welche interessanten Gebäude von dort erreichbar sind, was die nächste Station ist.  Vor Kreuzungen wird sogar angesagt, in welche Richtung die Bahn weiter fahren wird. Es gibt neben den Touristen Bahnen auch ein fahrendes Strassenbahn Restaurant (siehe Foto).

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St. Kilda vom Eureka Tower mit Albert Park.

Am Samstag hab ich mir also ein wenig das Stadtzentrum angeschaut. Es war herrliches Wetter. Strahlend blauer, wolkenloser Himmel. Plötzliche schauten alle Leute nach oben. Da malte ein Flieger „STAY COOL“ ins Blau (siehe Foto oben). Am Sonntag war ich zunächst in einem südlichen Vorort von Melbourne. St. Kilda, das an der Hobsons Bay liegt. Dort gibt es einen Sandstrand, einen Yachthafen und den Albert Park, in dem in zwei Wochen der Grand Prix statt findet. Hoffentlich bin ich dann noch hier. Ein kleiner Strandspaziergang. Zum baden war mir das Wasser zu kalt. An 21 Grad bin nicht mehr gewöhnt. Ausserdem waren mir zu viele Quallen im Wasser. Hier gibt es zwar nicht die gefährlichen Quallen, aber es muss ja nicht unbedingt sein. Ein Spaziergang an der Uferpromenade und in den Strassen von St. Kilda. Das Stadtbild unterscheidet sich dramatisch vom Stadtzentrum. Es erinnert mit seinen zweistöckigen Flachdachhäusern und der quadratischen Strassenführung eher an amerikanische Kleinstädte. Später dann wieder zurück in die Stadt. Dort hab ich mir noch den sonntäglichen Kunstmarkt am Yarra in der Nähe des Kunstmuseums angeschaut. Dann noch ein Abstecher zum höchsten Gebäude der südlichen Halbkugel, dem Eureka Tower. Es gibt eine Aussichtsplattform in der 88 Etage. Bei strahlend blauem Himmel bietet diese einen sensationellen Blick über die Stadt und die Umgebung. Es gibt einen Bereich der sich ausserhalb der Verglasung befindet, so dass man den Wind in dieser Höhe spüren kann und es gibt die so genannte „Edge“. Ein Glaskasten der über die Gebäude Wand hinausragt. Glas Dach, Glas Wände und ein gläserner Boden. Man hat freien Blick 300 Meter in die Tiefe. Sicher nicht jedermanns Sache, aber in gewisser Weise ein beeindruckendes Erlebnis. Leider darf mann davon kein Foto machen. Auf dem Foto ist der Albert Park zu sehen mit dem See in der Mitte um den die F1 Rennstrecke führt.

Zum Schluss noch ein paar interessante Links: Eureka Tower: deutsch englisch (man kann sich die Englische Seite ruhig mal anschauen, auch wenn man die Sprache nicht versteht.), St. Kilda

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