Philippinos im Broadway

Philippinos im Broadway

Tja, das „Nachtleben“ in Sana’a. Im grossen und ganzen findet das nicht statt. Es gibt so etwas wie Bars oder Clubs nicht. Keine Discotheken. Oder doch? Ein paar kleine Ausnahmen finden sich mit etwas Ortskenntnis. In den beiden grösseren Hotels der Stadt gibt es zumindest für die Abendunterhaltung Bars die bis Mitternacht geöffnet haben. Toll ist das ganze aber nicht wirklich. Im Sheraton nennt sich das ganze „Broadway“ und hat in etwas den gleichen 70er Jahre Charme wie der Rest des Hotels. Der Service ist dort etwas besser als im Rest des Hotels, da es nicht von Arabern betrieben wird. Auch die Übrigen Restaurants im Hotel sind nicht so schlecht, mit Ausnahme des „Coffee Shop“. Der ist den ganzen Tag geöffnet und es gibt Frühstück, Mittag und Abend Büffett. Die Qualität des Essens ist ganz gut. Die Köche sind alle Ausländer. Der Service ist grausig. Kein Wunder. Die Bedienung ist lokal. Bedient wird man, wenn man eine Bedienung ruft oder nach einer Stunde warten. Bestellungen werden gerne mal vergessen. Es kann auch mal passieren, dass man kommt und findet keinen abgeräumten Tisch.
Beim Chinesen ist es etwas besser, da auch die Bedienung ausländisch ist (Inder, Philippinos). Im „Broadway“ sind es Russen. Dort gibt es auch Bier und anderen Alkohol zu kaufen. Eine absolute Rarität in diesem Land. Allerdings sind die Preise recht üppig. Ein Bier geht für ca. 15 Dollar über den Tresen (0,3 Liter Dose Heinecken). Wodka für 20 bis 30. Je nachdem ob es der billige schwedische oder guter Stolichnaya ist. Im Broadway gibt es sogar eine Band. Eine Rarität in dieser Stadt. 3 Philippinos die jeden Tag ausser Freitags ein abendfüllendes Programm bieten.
Wirklich interessant wird das „Nachtleben“ aber erst am Mittwoch und Donnerstag. Das sind die Abende vor dem Wochenende, welches hier am Donnerstag und Freitag stattfindet. Dann gibt es in der Stadt nämlich sogar zwei Discotheken! Eine im Mövenpick. Eher bescheiden und auch nicht sehr beliebt, ausser bei denen die sich nicht trauen, das Hotel zu verlassen.
Dann gibt es noch den „Russen Club“. Gleich um die Ecke vom Sheraton gelegen. in 3 Minuten per Taxi zu erreichen. Zu Fuss zu gehen wird nicht empfohlen. Das ganze ist eine kleine, ca. 150 qm grosse Baracke. Mitten in einem hoch gesicherten Ausländer Wohngebiet gelegen. Dort versammelt sich an den Wochenenden alles was sich sonst in dieser Stadt langweilt und keine Einheimischer ist. Russen Club heisst das Ding wegen dem Besitzer. Ein sehr netter, freundlicher Mann und einer seiner besten Kunden. Man trifft alles, was so rund um den Erdball lebt. Es gibt Musik vom Computer (früher sagte man vom Band) und ungefähr alles zu trinken, was es sonst so in dieser Stadt nicht gibt. Und der Laden hat bis morgens gegen 5 geöffnet. Also praktisch bis der letzte nach Hause geht.

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