Safari

20 Apr
Pause am Hippo Pool

Pause am Hippo Pool

Wenn man schon mal in Tansania ist, muss man natürlich eine Safari machen. Also haben wir, ein polnischer Kollege und ich, am Freitag einen Abstecher in ein Reisebüro gemacht und uns erkundigt. Sah erst nicht so gut aus. Während der Regenzeit, die wir ja leider gerade haben, sind die meisten Unterkünfte in der Reservaten geschlossen. Wir hatten allerdings Glück. Es gab einen 2 Tages Ausflug in den Mikumi Nationalpark. Der liegt ca. 4-5 Autostunden von Dar es Salaam. Übernachtung in einem Camp im Park. Abfahrt am Samstag Morgen um 8. Rückkehr am Sonntag Nachmittag. 400$ sollte das ganze Kosten. Alles inklusive. Nicht gerade wenig, aber hier ist ja nichts billig. Wir haben es also genommen.

Pünktlich am nächsten morgen um 8 stand der Fahrer vor der Tür. Los ging es. Gegen Mittag kamen wir im Park an. Nach Erledigung der Formalitäten, man kann einen solchen Park nur nach Anmeldung und Entrichtung einer Gebühr betreten, ging es erst mal ins Camp. Was wir erwartet hatten, waren ein paar Zelte in der Savanne. Mit etwas Glück Wasser zum waschen und eine Freiluft Toilette. Das sah in der Realität deutlich besser aus. Ich würde es mal „5 Sterne Camp“ nennen.

Na? Was glotzt du so?

Na? Was glotzt du so?

17 Riesige Zelte, auf Stelzen und unter einem Elefantengrass Dach errichtet. Grösser als die meisten Hotelzimmer. Inklusive Bad, Dusche, Toilette. Mit fliesendem, warmem Wasser. Zwischen Sonnenuntergang und Mitternacht gab es sogar Strom. Dazu noch ein Restaurant mit Bar und Lagerfeuer am Abend. Bier, Wein, …… war alles in ausreichenden Mengen und zu vernünftigen Preisen vorhanden. Sogar einen Swimmingpool gibt es. Besser als im Hotel in Dar es Salaam. Man kann es hier gut und gerne auch zwei Wochen aushalten. Hier gehts zur Website des Vuma Hills Camp.

Nach Ankunft erst mal Mittag essen, super lecker! Danach ein bisschen ausruhen. Gegen 4 gehts auf die erste Safari. Offener Geländewagen. Es gibt Giraffen, Impalas, Gnus, Zebras und Büffel in grossen und kleinen Herden zu sehen. Auch mal Warzenschweine. Leider keine Löwen und Leoparden. Solange die Sonne noch am hoch am Himmel stand, waren die Tsetse Fliegen recht lästig. Ich hatte zwar ein Spray dabei, aber irgendwie war das deutsche Mückenspray, das zwar stank wie die Hölle, nicht so recht seine Wirkung. Nach dem mich das dritte mal so ein Mistvieh gebissen hatte, versuchte ich es mit einem einheimischen Mittel. Das roch nicht nur angenehm, sondern wirkte auch.

Gegen halb sechs, als es zu dämmern anfing, verschwanden die Viecher. In der Dämmerung machten wir noch einen Abstecher zum Hippo Pool. Flußpferde waren tatsächlich da. Auch Krokodile. Die konnte man allerdings in dem Wasser nur erahnen.

Kaffern Büffel

Kaffern Büffel

In der Dunkelheit auf dem Weg ins Camp haben wir fast noch einen Elefanten erwischt, der wenige Meter vor uns aus dem Gebüsch in aller Ruhe über die Straße wechselte.

Das Abendessen war auch erstklassig. Noch ein paar Bierchen und ein Schwätzchen mit den Betreibern das Camps ging es schlafen. Mitten im Wald war es recht geräuschvoll und die Schalldämmung eines Zeltes isr ja nicht so gewaltig. In der Nacht streifte dann auch noch eine Elefant durchs Camp. Seine Spuren waren am nächsten morgen an einigen geknickten Bäumen zu sehen.

Nach einem, wiederum hervorragenden Frühstück, ging es wieder auf Safari.

Baobab im Sonnenuntergang

Baobab im Sonnenuntergang

Mann nennt das übrigens hier „Game drive“. Diesmal gab es ausserdem ein paar kleinere Affen und Paviane zu sehen. Leider wieder keine Löwen und Leoparden. Das grösste Raubtier war ein einzelner Schakal, der vor uns den Weg querte. Da wärend der Regenzeit das Grass in der Savanne recht hoch steht, ist es auch recht schwierig Löwen zu entdecken. Selbst wenn sie da sind. Sie haben fast die gleiche farbe wie das Grass und wenn sie dann 50 Meter entfernt unter einem Baum im Schatten liegen, ist die Warscheinlichkeit sie zu übersehen, recht hoch. War aber auch nicht so schlimm. Es war auch so ein tolles Erlebniss. Gegen Mittag machten wir uns auf den Rückweg nach Dar es Salaam.

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