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Strassenmarkt in Singapore

Wie schon geschrieben. Ich war mal wieder in Singapore. Der grund ist der übliche. Das Visa, diesmal für Indonesien, muss verlängert werden. Also einen Tagesausflug nach Singapore. 6:15 Uhr geht der Flieger von Jakarta. Der Flug dauert knapp über eine Stunde. Dazu kommt eine Stunde Zeitverschiebung. Singapore liegt zwar fast genau auf dem gleichen Längengrad wie Jakarta, hat aber trotzdem, gemeinsam mit Malaysia, eine andere Zeitzone. Die selbe wie die Philippinen und China. Dadurch ergibt sich für Singapore praktisch eine ganzjährige Sommerzeit, da es später hell und dunkel wird. Nicht punkt 6 wie sonst am Äquator üblich.
Also. Gegen 9 bin ich in Singapore. Mit der Bahn bin ich in Richtung Stadt gefahren. Erstes Ziel ist Bugis. Der grösste Straßenmarkt Singapores. Ein paar Runden gedreht und dann hat mich auch schon der Hunger erwischt. Hab mir auf dem Strassenmarkt dann was passendes gesucht.

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Blick auf die Straße von Malacca

Nach dem Essen in die Orchard Road. Bin zwar schon mal dort gewesen, aber was solls. Das Wetter ist übrigens sehr angenehm. Ca. 25 Grad und leichter Wind. Also sehr erträglich. Später dann doch noch mal was neues anschauen. Den Singapore Flyer. Das, nach eigenen Angaben, höchste Riesenrad der Welt. 156 Meter. Eine Fahrt dauert 30 Minuten. Ich hatte erst ein bisschen Sorge, dass ich lange Schlange stehen muss, aber es war kein Problem. Angekommen, gezahlt und eingestiegen. Ein grossartiger Ausblick über die Stadt. Das Riesenrad liegt direkt an Start und Ziel und an der Boxengasse des Formel 1 Strecke von Singapore. Ausserdem am südlichsten Punkt des Asiatischen Kontinents. Theoretisch kann man also auf dem Landweg von Berlin bis hierher kommen. Man hat einen wunderbaren Blick über die Strasse von Malacca und sieht die gegenüberliegenden Inseln Indonesiens.
Es gab auch keine Probleme. Nicht wie 3 Tage später (siehe letzter Artikel). Vielleicht war der Ausfall 3 Tage später ja auch nur eine Spätfolge infolge meiner Benutzung heute? Wer weiss?
Als ich die Runde hinter mir hatte, habe ich mich in den Geschäften unterhalb noch etwas umgeschaut. Eigentlich wollte ich etwas zu trinken kaufen. Da drückte mir jemenad einen Werbezettel in die Hand. 30 Minuten Fish Spa mit 10 Minuten Schulter Massage. „Fish Spa?“ Neugierig wie ich bin, muss ich mir das anschauen. Also den Laden betreten. Das ganze funktioniert so: Man hängt seine Füße in ein Becken voller kleiner Fische und diese fangen dann an, die alten Hautschuppen und ähnliches abzuknappern. Naja, ich probiers halt mal. Die Füsse erst gewaschen (wir wollen die Fische ja nicht umbringen) and dann rein damit ins Wasser. Nach wenigen Augenblicken sind die Beine umringt von kleinen Fischen (ungefähr so gross wie ein kleiner Finger). Von den Beinen ist bei dem Gewimmel nix mehr zu sehen. Das ganze fühlt sich in etwa an wie eingeschlafene Füße. Aber mit etwas Überwindung ist es auszuhalten. Nebenbei eine kleine Schultermassage. Nach ca. 15 Minuten fragt mich die Dame ob ich meine Füße nicht auch mal in das Becken mit den grösseren Fischen halten möchte. Das wäre eine echte Überraschung. Ok. Ich versuche auch das. Wirds aber echt hart. Das kitzelt wie die Hölle. An den Beinen gehts ja noch. Aber an den Füßen! An den Fusssohlen ist es nicht auszuhalten. Ich stelle die Füße auf den Grund des Beckens, damit die da nicht rankommen. Es ist trotzdem nicht einfach, das ganze auszuhalten. Es tut nicht weh, aber es kitzelt wie die Hölle! Möglicherweise hat man das früher auch als Foltermethode verwendet und ich bezahl auch noch dafür.
Jetzt wollte ich mich auf den Weg zum Flughafen machen.

737-Simulator

Im 737-Simulator

Da fiehl mein Blick noch auf eine anderes Schaufenster. Boeing. Flugzeugmodelle. Ich geh also mal rein. Wie ich drinne erfahre, nicht nur Modelle. Hier gibt es einen Boeing 737 Flugsimulator. Noch beser: Das Ding ist gerade frei. Preis inklusive Video vom eigenen Flug für 30 Minuten: 170 Singapore Dollar (ca. 85 Euro). Das nehme ich noch mit. Nach einer kurzen Einweisung gehts los.  Zunächst start von Sydney. Ein Flug raus aufs Meer. Blick auf die Hafenbrücke und das Opernhaus. Eine Wende und zurück zum Flughafen. Landung klappt gut. Lob vom Kapitän. Dann noch etwas Zeit. Er fragt wo ich gern mal Hinfliegen würde. Der alte Flughafen von Hongkong erschien mir dann doch etwas zu schwierig. Ich fragte ob TXL (Berlin Tegel) im Angebot sei. Selbstverständlich. Es gibt alle Flughäfen dieser Welt. Der Kapitän erzählt mir, er sit in den 70ern für British Airways nach Tempelhof geflogen. Sein Vorschlag also: Start von Tegel und Landung in Tempelhof. Ich meinte, ein Landung in Tempelhof mot einer 737 wäre doch etwas schwierig, aber er sagte: No Problem. Also los. Start Richtung Westen. Die Szenerie ist sehr gut. Links Siemesstadt. Der Glockenturm von Gebäude 1. Dann Spandau. Kurve links über die Havel und Richtung Stadtzentrum. Goldelse, Tiergarten, Reichstag, Brandenburger Tor, S-Bahn, Palast der Republik (ne, kein Stadtschloss!), Dom, Fernsehturm,….. Alles da! In 2000 Fuss (ca. 600 Meter) über den Fernsehturm Richtung Osten. Dann eine Kurve nach rechts. Links ist der Müggelsee zu sehen. Dann geht es über die Wuhlheide und Karlshorst in Richtung Tempelhof. Die Landung dort klappt auch tatsächlich ohne Probleme. Ohne Autopilot und auf Sicht. Die Einzige Hilfe ist die Automatische Bremse, die sofort nach dem Aufsetzen eine Vollbremsung durchführt. Mit Hilfe des Umkehrschubs kriegen wir den Vogel auch noch auf der Landebahn zum stehen.
Jetzt wirds aber eilig. Ich muss zum echten Flieger! Mit dem Taxi ca. 15 Minuten. 20 Dollar. Ich kratze mein letztes Kleingeld zusammen. 16 Dollar und ein paar Cents. Muss ich halt mit Karte zahlen. Irgendwie will das der Fahrer aber nicht. Komisch: „We accept all major credit cards“. Er fragt wie viel ich denn bar habe. Ich zeigs ihm. Er meint, dass passt schon. Naja, da diskutiere ich nicht lange. Ab in den Flieger.

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