Mein Freund Micha wird wieder denken „der schreibt immer nur übers essen“, aber ich muss das trotzdem loswerden. Der Ramadan hat doch einige interessante Nebeneffekte. Ich hatte ja bereits geschrieben, dass viele der Warangs („Imbissbuden“) während dieser Zeit tagsüber geschlossen sind. Das ist aber wie mit allem anderen. In der ersten Woche sind alle eifrig dabei. Dann lässt das schon etwas nach. In der vierten Woche ist dann eigentlich fast alles wie immer. Der Ramadan nähert sich dem Ende und „Idul Fitri“ naht. Das ist einer der wichtigsten Feiertage im Islam. So wie das hier in Indonesien begangen wird, ist es ein bisschen mit unserem Weihnachtsfest vergleichbar. Die Familien kommen zusammen. Es werden Geschenke verteilt. Der Konsumterror ist, glaube ich, sogar noch etwas schlimmer als bei uns. Jeder, der zu diesem Anlass außer Haus geht, sei es in die Moschee oder um den Nachbarn zu besuchen, muss sich neu einkleiden. Passend dazu steigen die Preise für die entsprechende traditionelle Kleidung in der Zeit um bis zu 300%. Großzügigerweise gewährt aber so ziemlich jeder Händler bereitwillig 20% Rabatt. Da viele Leute z.B. aus Jakarta nach Hause zu ihren Familien fahren, passiert mit den Tickets für Busse, Bahnen und Flugzeuge ungefähr dasselbe. Wenn man überhaupt welche bekommt. Alle Strassen aus Jakarta sind hoffnungslos überfüllt. Das ähnelt den Ferienstaus auf deutschen Strassen. Hier kann es allerdings schon mal vorkommen, dass die Strasse allein von tausenden Motorrädern verstopft ist. Das angenehme dabei ist: In Jakarta sind die Strassen dann richtig schön leer.
Was das jetzt mit der Überschrift zu tun hat? Es kann schon mal vorkommen, dass das Essen am Tage etwas komisch schmeckt, weil auch der Koch fastet. Abschmecken is nich. Da ist Allah vor.

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