Bin jetzt in Batam. Das ist eine Insel gleich gegenüber von Singapore. Es sind nur 20 km. Die Strasse von Singapore. Ca. 30 Minuten mit der Fähre.
Batam unterscheidet sich etwas von dem Indonesien, dass ich bisher kennengelernt habe. Schon der Flughafen macht einen deutlich anderen Eindruck. Er ist sauberer und moderner. Auch die Strassen sind sauberer und die Luft ist besser. Die Architektur ist auch recht interessant und unterscheidet sich von dem, was ich hier bisher gesehen habe. Neue Gebäude sind sehr farbenfreudig und sehen wirklich interessant aus. Es gibt zahlreiche wirklich schöne Wohnanlagen.
Aber leider gibt es aber auch ein paar Sachen, die ein wenig für Frust sorgen. Das man es hier mit Zeitangaben nicht so genau nehmen kann, daran habe ich mich ja langsam gewöhnt. Wenn mir jemand sagt, dass ich morgen den Strom bekomme, den ich für meine Arbeit brauche, weiss ich, dass nicht mehr bedeutet, als dass ich heute keinen Strom mehr kriege. Morgen heisst nicht etwa: „Am nächsten Tag“. Das heisst eben nur „Irgendwann, aber ganz sicher nicht heute.“ Seit Dienstag heisst die Antwort nun schon: morgen. Das wäre ja noch erträglich, wenn der Rest nicht wäre. Das Hotel ist erst nach längeren Verhandlungen mit dem Personal und Zimmerwechsel erträglich geworden. Der Laden heisst übrigens „Nagoya Plaza“. Klingt irgenwie wie „Nakatomi Plaza“ 😉 Ausserdem ist es nicht so einfach, die Zeit die ich ja mangels Arbeitsmöglichkeit habe, sinnvoll herumzukriegen. Nach Singapore kann ich leider nicht. Das heisst, nach Singapore könnte ich schon. Aber leider komme ich mit meinem Visa nicht wieder zurück.
Die übrigen Freizeitmöglichkeiten sind auch etwas beschränkt. Nagoya wird im Internet als der Stadtteil mit dem besten „Nightlife“ der Gegend beschrieben. „Singapores Playground“ und ähnliches kann man da finden. Ich habe mir die Seiten angeschaut, ein paar Tips geholt und losgezogen. Die Lokationen sind genau beschrieben. Auch wie man da hinkommt. Mit dem Hinweis, dass man die finsteren Seitenstrassen eher meiden soll und auf den Hauptstrassen bleiben. Nur dumm, dass die beschriebenen Bars, Pubs und Diskotheken irgendwie alle in finsteren Seitenstrassen liegen. Na gut, ich bin ja kein Schisser und also auch durch die finsteren Gassen gezogen. Ich war der einzige „bule“ (weisse) weit und breit. Soweit man das im finstern erkennen kann;) Alle einheimischen haben mich etwas verwundert angeschaut. Aber das war nicht das eigentliche Problem. Das Problem war, dass wegen „Ramadan“ nirgends was los war. Vieleicht wars ja auch deshalb so finster. Ich war sogar noch im teuersten Hotel am Platz mit einer berühmten Diskothek. Pustekuchen. Alles zu! Bin dann wieder in der Bar des Hotels gelandet. Abendunterhaltung mit Heimorgelsound. Müsste eigentlich unter Strafe gestellt werden. Aber hier funzt wenigstens Internet.
Naja, ich hoffe morgen gibts Strom!

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